Berliner Mauerweg

Beginnend an der Scharnhorststraße immer entlang des Spandauer Schifffahrtkanal über einen Teil des Invalidenfriedhof und am Hamburger Bahnhof entlang die Sandkrugbrücke rechts liegend lassen, erreichen wir schon bald einige Gebäude der Charité´Mitte um dann rechts auch schon den Hauptbahnhof zu erblicken.

  

Das ist nur ein Teil des über 160 Kilometer langen Weges auf dem sich die Berliner Mauer befand. Fast alles von der Mauer wurde komplett abgerissen und man findet vereinzelt nur noch Fragmente der selben. Auf dem von mir begangenen ca. 1,5 Km langen Abschnitt kann man auch noch Reste der Mauer auf dem Invalidenfriedhof entdecken den die Mauer ja einst genauso wie die ganze Stadt teilte. Hinter dem Friedhof in Richtung Nord ist auch noch ein Wachturm der ehemaligen „Grenzbefestigungsanlage“ zu besichtigen und an der Invalidenstraße befand sich auch ein ehemaliger Grenzübergang, der ist nicht mehr zu sehen.

Etwa 136 bis 245 Menschen wurden getötet weil sie die Grenze in Richtung West-Berlin überwinden wollten, genauere Angaben sind scheinbar nicht möglich.

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Natur-Park Schöneberger Südgelände

In etwa 50 Jahren hat sich hier auf einer Fläche von 18 Hektar eine Oase mitten in Berlin entwickelt. Viele seltene und vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen haben hier ein zu Hause gefunden, 1999 wurde deshalb das Gelände zum Naturschutz-und Landschaftsschutzgebiet erklärt.

Einst befand sich auf diesem Gelände der Rangierbahnhof Tempelhof und ein Ausbesserungswerk der Reichsbahn, 1889 gehörte dieser Rangierbahnhof zu den leistungsstärksten Bahnanlagen Berlins. 1995 nach vielen Widerständen der Bürger und dem Nachweis eines ökologischen Fachgutachtens schwenkte auch die Politik nach und nach um, wollte man doch eigentlich einen neuen Güterbahnhof auf dem Gelände errichten. Die Deutsche Bahn übereignete die Fläche dem Berliner Senat und die Idee eines Natur-Parks konnte langsam umgesetzt werden.

Heute führen befestigte Wege, Stege und Tunnel den Besucher durch das Gelände und faszinieren den Betrachter durch eine Artenvielfalt an Tier und Pflanze. Neben dem wilden Wein ein Fliegenpils der wie zur Bewachung ganz in der Nähe die Wildrose und Nachtkerze zum Nachbarn hat. Auch viele Bienenarten, von der Kuckucksbiene bis zur Seidenbiene haben hier ihren Lebensraum. Ein urwüchsiger Wald hat sich ebenfalls ungestört entwickelt, vor allen die Robinie und die Birke haben schnell Fuß gefasst. Das begünstigt wieder eine Zuname der waldbewohnenden Vogelarten wie Rotkehlchen, Nachtigall und Mönchsgrasmücke.

An den Umstand das auf dem Gelände einst Dampfloks zu Hause waren, wird man durchaus aufmerksam, zählt doch eine alte Dampflok zu den Waldbewohnenden und über allem wacht der 50 Meter hohe Wasserturm und einige Wasserkräne, Lichtmasten und Schienenstränge. Auch die Brückenmeisterei und die Lokomotivhalle sowie eine der ältesten Drehscheiben Deutschlands, die bei Führungen noch in Betrieb genommen werden kann.

Die zwei Rundwege des Naturpark sind behindertengerecht, die gesamte Länge beträgt 3,7 km.

Auch findet man Liegewiesen, Bänke, Schaukeln und am Wochenenden Restauration mit Außenbereich. Im Sommer findet man viele schattige Plätze zum verweilen aber natürlich hat auch hier jede Jahreszeit seinen Reiz.

Der Eintritt kostet zur Zeit 1 Euro und ist an Kassenautomaten zu entrichten die sich an den Eingängen zu Park befinden. Einer der Eingänge befindet sich direkt am S-Bahnhof Priesterweg.

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Reichstagsgebäude

Das Gebäude wurde am 5. Dezember 1894 nach einer zehnjährigen Bauzeit durch Kaiser Wilhelm II eröffnet. Zuvor war das Parlament 23 Jahre lang nur provisorisch untergebracht.

Nachdem der Reichstag zunächst sehr eingeschränkte Befugnisse hatte so gewann er doch nach und nach Einfluss und Ansehen. Er sorgte für die Durchsetzung des sozialen Rechtsstaats sowie für die Parlamentarisierung. Das Bürgerliche Gesetzbuch tritt im Jahr 1900 in Kraft gefolgt von wichtigen Sozialreformen. Noch kurz vor Beginn der Revolution von 1918 gelang es die parlamentarische Monarchie durchzusetzen.

1933 brennt der Reichstag und die Nationalsozialisten nutzen diesen Umstand für die Abschaffung der Demokratie.

Während des Zweiten Weltkrieges wird das Reichstagsgebäude stark beschädigt und längere Zeit ist es unklar was aus dem einst repräsentativen Gebäude nun werden soll. 1954 wird erst einmal die Kuppel gesprengt und schließlich ab 1961 wird das Gebäude von Paul Baumgarten wiederhergestellt, allerdings nicht in unveränderter Form.

Seit August 1961 verläuft übrigens auch die Mauer unmittelbar am Reichstag vorbei. Das Reichstagsgebäude wurde ein Symbol der deutschen Einheit, Plenarsitzungen des Bundestages durften zwar wegen einem Verbot der alliierten bis 1990 nicht im Reichstagsgebäude stattfinden aber vor dem Gebäude fanden einige Massenveranstaltungen statt. Am 9. September 1948 bei der großen Protestversammlung gegen die Berlin-Blockade spricht der damalige Oberbürgermeister Ernst Reuter die berühmten Worte: „Ihr Völker der Welt…schaut auf diese Stadt!“

Wann auch immer ich heute am Reichstagsgebäude vorbei komme, ich sehe Gäste aus aller Welt die geduldig in einer Warteschlange stehen um sich dieses geschichtsträchtige Bauwerk anzusehen.

Ich empfehle einen Besuch des Reichstagsgebäudes!

 

Frühling in Berlin…

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Parochial Kirchhof

Der Parochial Kirchhof

befindet sich eigentlich mitten in Berlin, in der historischen Mitte nahe der mittelalterlichen Stadtmauer, von der aber nur noch Reste zu finden sind.

Vor über 300 Jahren wurde der Grundstein zur Errichtung des Begräbnisplatzes und der Evangelischen Parochialkirche gelegt. Durch die ihn umgebenden Straßen und Gebäude war der Kirchhof räumlich recht begrenzt. Aber es wurden immerhin 5.000 Begräbnisse sowie etwa 250 Beisetzungen in den unterirdischen Gruftanlagen nachgewiesen. Auf den Gruftanlagen wurden zum Teil Erdbegräbnisse vorgenommen und Kapellenbauten errichtet.

 

Geprägt wird das Erscheinungsbild des Kirchhofs auch oder insbesondere durch die zahlreichen gusseisernen Kreuze des 19. Jahrhunderts.

1854 wurde der Kirchhof behördlich geschlossen, dennoch fanden einige Bestattungen auf reservierten Grabstellen statt.

Anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin fanden verschiedene Wiederherstellungs-und Instandsetzungsarbeiten statt. Umfangreiche Restaurierungsarbeiten fanden 2005 auch an dem aufwendig gestalteten Innenraum des Mausoleums statt.

Mitten in Berlin ist dieses denkmalgeschützte Ensemble Kirchhof und Kirche wieder eine Einheit und dient nicht nur der kulturellen Erbauung sondern auch als Raum für Ruhe und Besinnung.

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Ruine der Franziskaner-Klosterkirche

Die Ruine befindet sich in der Klosterstraße im Ortsteil Berlin Mitte.

An genau dieser Stelle wurde bereits um 1250 mit dem Bau einer Klosterkirche begonnen, nämlich für den Bettelorden für das Graue Kloster der Franziskaner. Der heutige Bau stellt die Reste einer dreischiffigen Basilika dar deren Bau schon Ende des 13.Jahrhunderts Begonnen wurde.

Das Kloster wurde Infolge der in Berlin 1539 eingeführten Reformation aufgelöst, außer der Ruine ist heute nichts mehr erhalten.

1574 wurde in den Räumen des ehemaligen Klosters das Berlinische Gymnasium zum Grauen Kloster eröffnet. Berühmte Schüler und Lehrer, wie Schinkel, F.L.Jahn sowie O.von Bismarck waren an dieser Schule.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört. Von 1950 an wurde die Ruine zwar gesichert aber die anderen zerstörten Klostergebäude wurden abgerissen. Rund um die Kirchenruine wurde eine Grünanlage errichtet. Nachdem 2004 eine weitere Restaurierung abgeschlossen wurde, nutzt man nun die Ruine für Konzerte und Ausstellungen.

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Jüdischer Friedhof Weißensee

1880 eröffnete der Jüdische Friedhof in Weißensee, es handelt sich hier um den ältesten jüdischen Friedhof in Berlin und zugleich den flächenmäßig größten Europas.

Seit dem Fall der Mauer 1989 ist er wieder der Hauptbegräbnisplatz der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Seine Bedeutung verdankt er wohl den bemerkenswerten Grabmalen und auch der engen Verknüpfung mit dem Schicksal der jüdischen Bürger Berlins.

Der Zweite Weltkrieg hat immense Schäden verursacht, etwa 4.000 Grabstätten wurden zerstört.

Nach 1945 wurden die schwersten Schäden zwar beseitigt, aber zu einer grundlegenden Instandsetzung ist es bis heute nicht gekommen.

Anfang der 1980er Jahre wurde der Friedhof mit 115.000 Grabstätten durch die damalige DDR-Regierung zum „Nationalen Kulturdenkmal“ erklärt und entlang der Indira-Gandhi-Straße wurde eine neue Friedhofsmauer errichtet. Auch der Weißenseer Friedhof war mehrmals von antisemitischen Aktionen betroffen, es wurden Grabsteine umgestürzt und Brandsätze gelegt.

Ich fand den Friedhof bei meinem heutigen Besuch sehr sehenswert und war von der Größe doch etwas überrascht, man sollte schon ein wenig Zeit für den Besuch einplanen und Männer sollten nicht ohne Kopfbedeckung eintreten, aber es gibt gleich am Eingang auch leihweise eine Kopfbedeckung (kostenlos).

Zu meinen Fotos Jüdischer Friedhof Weißensee


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Hansaviertel

Hansaviertel-Berlin

Nachdem im Zweiten Weltkrieg fast alle Häuser des 1874 gegründeten Wohngebiets zerstört wurden, ist in den Jahren zwischen 1955 und 1960 das neue Südliche Hansaviertel entstanden.

Im Rahmen der Interbau wurde das Neubaugebiet als „Südliches Hansaviertel“ bezeichnet und danach endgültig nur noch Hansaviertel. Das alte Hansaviertel ist in Vergessenheit geraten.

In einem Wettbewerb von 1952 waren über 50 Architekten aus 13 Ländern eingeladen Entwürfe zur Bebauung einzureichen. Es waren unter anderen Alvar Aalto, Max Traut, Oscar Niemeyer, Arne Jacobsen, Egon Eiermann und Walter Gropius. Nach den Entwürfen dieser Herren wurden 35 Objekte realisiert. Es entstand eine Mischung aus Hoch-und Flachbauten um den Hansaplatz.

An eine Ladenpassage (hier hatte Bubi Scholz eine Parfümerie), 2 Kirchen und ein Kino wurde auch gedacht. In dem Kino befindet sich schon längst das Grips-Theater und seit 1961 gibt es die Hansa-Bibliothek und die U-Bahn hat eröffnet, nur eine Station zum Bahnhof Zoo oder in der anderen Richtung zur Turmstraße.

Das Hansaviertel gehörte einst zum Bezirk Tiergarten, den gibt es ja nun nicht mehr und es ist nun Moabit-Mitte. Die Lage ist irgendwie optimal, zwischen Spree und Tiergarten und auch der Englische Garten ist vor der Tür, nur wenige Minuten zur Siegessäule und zum Zoo.

Außer der U-Bahn sind auch noch zwei S-Bahn Stationen vorhanden, der S-Bahnhof Tiergarten und der Bahnhof Bellevue.

de: Der Tiergarten in Berlin mit der Siegessäu...

de: Der Tiergarten in Berlin mit der Siegessäule in der Mitte, dahiner Südliches Hansaviertel, Spree und Moabit en: Berlin-Tiergarten park with the 'victory column' in the middle, followed by Südliches Hansaviertel, Spree and Moabit (Photo credit: Wikipedia)

Es lohnt mal sich das Viertel anzusehen, obgleich einige Leute meinen das es sehr an die „Platte“ erinnere…Ich hätte immer gerne dort gewohnt, auch heute noch, Platte hin, Platte her!

DIASHOW


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Das Urbane Gewässer am Potsdamer Platz

Das ökologische Reinigungskonzept ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Biotope.

Dieses mit Regenwasser gespeiste Gewässer erfüllt einige wichtige Funktionen, es vermeidet Hochwasser in dem es Regenwasser zurück hält um es zu nutzen und langsam ableitet.

Das Stadtklima wird durch einen Temperaturausgleich verbessert, es erfolgt eine Luftbefeuchtung und Staubentwicklung wird vermindert.

Es dient nicht zuletzt auch einer „Freiraumqualität“, da wir Stadtmenschen Wasser als ein willkommenes und interessantes Element an den unterschiedlichsten Orten der Stadt betrachten.

Enten und Fische sollten nicht gefüttert werden da es dem Wasser und Tier nicht sehr zuträglich ist. Auch sollten die Pflanzflächen und Reinigungsbiotope nicht betreten und bebadet werden damit das Wasser sauber bleibt.

Ich finde es kann nicht genug solcher Biotope in Berlin geben und sicher haben viele die am Potsdamer Platz schon gesehen aber nicht entsprechend gewertet.

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