Europacenter

Eines der ersten großen Einkaufs-Center in Berlin ist das Europa-Center.

Wir haben hier einen Gebäudekomplex der in den 1960er Jahren erbaut wurde, besonders markant war das Hochhaus mit einem Mercedes-Stern in 107 Metern Höhe der mit einem Durchmesser von zehn Metern und 680 Leuchtstoffröhren sowie 4,5 Tonnen Gewicht, (laut dem Guinness Buch der Rekorde “größte drehbare und hydraulisch kippbare Neonanlage der Welt”) war.

Wieder mal eine der berühmten Berliner Superlativen…apropos, Berlins größte Sauna und Wellnesslandschaft, die Termen im Europa-Center, befinden sich auf über 5.000 qm auch hier im Hause und ermöglichen einen Blick über die Berliner City.

Es gibt eigentlich keinen Möglichkeit dieses Einkaufszentrum zu übersehen, befindet es sich doch unmittelbar neben der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Charlottenburger Breitscheidplatz.

Uhr

Aber auch im inneren ist allerlei zu entdecken, eine der Sehenswürdigkeiten im westlichen Innenhof ist auch die Uhr der fließenden Zeit. In Röhren und Kugeln fließt farbiges Wasser, alle 12 Stunden leert sich das System und die Kommunikation der Röhren beginnt wieder am Anfang.

Im zweiten Innenhof steht der Lotus-Brunnen in einem Wasserbecken und unterhält den Betrachter mit Wasserspielen.

Lotus-Brunnen

Es ist trotz des Hochhauses ein recht übersichtliches Center das auf seinen drei Ebenen etwa 60 Geschäfte und 15 Restaurants beherbergt. Wer nun lieber Kultur möchte bitte, das Kabarett „Die Stachelschweine“ oder eine Ausstellung zur Berliner Mauer würde sich hier anbieten.

Stachelschweine

Ich, der das Europa-Center von Anfang an erlebt hat, gehe immer wieder mal dort gucken oder gelegentlich auch zum Shopping oder zu den Stachelschweinen. Die Mauerausstellung muss ich nicht haben, hatte ja die Berliner Mauer mehr als 28 Jahre lang vor Augen. Im Winter habe ich auch des öfteren eine Eislauffläche in einem der Innenhöfe gesehen welche sich scheinbar großer Beliebtheit erfreute, ist aber bereits 1979 aufgegeben worden.

Man ist hier immer wieder am umgestalten und erproben neuer Möglichkeiten die in erster Linie natürlich neue Kunden bringen sollen. Auf Grund der Tatsache das dieses Gebäude inzwischen unter Denkmalschutz gestellt wurde, sind den Geschäftsideen aber auch gewisse Grenzen gesetzt.

Aber mal anschauen um zu erkunden wie vor über 40 Jahren ein Einkaufs-Center in Berlin gedacht war ist nicht falsch…

Erbaut wurde das Europa-Center von Karl Heinz Pepper und künstlerischer Berater war Egon Eiermann der auch den „Eiermann-Turm“ an der Gedächtniskirche zu verantworten hat. Die Architekten waren Prof. H. Hentrich und Dipl. Ing. Hubert Petschnigg.

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3 thoughts on “Europacenter

  1. Ich finde es in seiner Innenausstattung gruselig altmodisch und vor allem völlig geschmacklos (was man z.B. an deinem Bild vom “Lotus-Brunnen” mit seinen seltsamen Edelstahlblech-Tulpen und dem kitschigen Gedächtniskirchenmodell im Wasser doch ganz gut erkennen kann), irgendwie ist es ein aus der Zeit gefallenes Stück verstaubtes West-Berlin.

Was ich noch zu sagen hätte...

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