Kongresshalle

Haus der Kulturen der Welt

Das Gebäude ist ein Geschenk Amerikas an das ehemalige West-Berlin und es war unter dem Namen Kongresshalle gleichermaßen der amerikanische Beitrag zur Internationalen Bauausstellung 1957.
Fast mitten im Tiergarten, am Ufer der Spree befindet sich dieser beachtenswerte Bau, der zu damaliger Zeit durchaus als technisch revolutionär bezeichnet werden konnte. Die Berliner nannten dieses Gebäude schon sehr bald „Schwangere Auster“, was ja nicht völlig unzutreffend erscheint.
Die geschwungene Dachkonstruktion wird auf zwei Seiten von Stahlträgern gehalten und darunter befindet sich das Sockelgeschoss mit seinen drei stufenartig versetzten Etagen. Im Inneren befinden sich eine große Empfangshalle, ein Saal mit 400 Sitzplätzen, ein Ausstellungsbereich und eine Cafeteria. In div. Räumen können Kongresse und Veranstaltungen unterschiedlichster Art stattfinden. In der rückwärtigen Seite, zur Spree hin, befindet sich auch noch ein Restaurant und eine große Freitreppe führt direkt an das Spreeufer an dem sich auch eine Dampfer-Anlegestelle befindet.
Über die Uferpromenade kann man seinen Spaziergang fortsetzen und hält man sich nach rechts, so gelangt man schon nach wenigen Minuten zum Regierungsviertel und vielen anderen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.
Aber noch einmal zurück zur Kongresshalle, da gibt es noch einen erwähnenswerten Vorfall, das Dach stürzte nämlich 1980 ein. Hat gerade mal 23 Jahre gehalten und schwuppdiwupp war der Stahlkern des Dachbogens durchgerostet. Aber entgegen der Berliner Abrissmentalität wurde diese Halle nicht eingestampft sondern 1987 wieder aufgebaut und 1989 erst wurde eine Namensänderung in „Haus der Kulturen der Welt“ vorgenommen, auch ohne die Berliner zuvor mal zu fragen, ob sie das überhaupt möchten!
Im Übrigen wurde die Stadtautobahn in Berlin aus Stahlbeton der gleichen Machart erbaut und da war ja zum Teil auch Einsturzgefahr angesagt. Die wurde zum Glück auch nicht abgerissen.
Nun gut, ist schon mal einen Abstecher wert, die gute alte Kongresshalle an der John-Foster-Dulles-Allee im Tiergarten.
Zu erreichen mit dem Bus M85 oder 100 bis Platz der Republik oder mit der S-und U-Bahn bis Hauptbahnhof oder Reichstag.
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3 Gedanken zu “Kongresshalle

  1. “Haus der Kulturen der Welt” ist ein Wortungetüm.
    “Kongresshalle” klingt viel prägnanter.
    Kongresshalle – und dabei bleibt es bei mir.

  2. Ich kann mich noch gut erinnern, als das mit dem Einsturz des Daches war. Da haben wir Westberliner ganz schön gelästert.
    Später dann habe ich sehr schöne Konzerte im HDKDW gesehen.
    Gruß von Einhard

Was ich noch zu sagen hätte...

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