Dr. Weilers Kurhaus Westend bei Berlin

Dr. Weilers Kurhaus Westend bei Berlin

Diese Kuranstalten liegen in den Alleen von Westend, nur 15 Minuten vom Zentrum der Stadt entfernt hat man hier alle Annehmlichkeiten eines Landaufenthalts zumal sich das Haus für Nervenleidende und Erholungsbedürftige auch noch auf dem höchsten Punkt von Charlottenburg befand – auf dem so genannten Spandauer Berg.

Im Sommer 1910 hat die bauliche Entwicklung der Kuranstalten durch die Fertigstellung des Kurhauses Westend in der Ulmenallee 35 einen Abschluss erreicht. Das Gebäude wurde im Stil eines französischen Landhauses des 18. Jahrhunderts errichtet.

Bereits seit 22 Jahren bestand zu diesem Zeitpunkt das Haus für seelisch Kranke und freiwillige Pensionäre in der Nussbaumallee Ecke Kirschenallee.

Auf den 6 Morgen großem Gelände befand sich auch die Villa des Besitzers in der ebenfalls einige Räume für die Aufnahme ruhebedürftiger Patienten eingerichtet waren. Die Villa Sibylle, wie sie nach dem Namen der Tochter des Besitzers genannt wurde, ist leider bereits vor Jahren abgerissen worden.

Das Kurhaus in der Ulmenallee sowie das Haus für seelisch Kranke in der Nussbaumallee sind noch vorhanden. Die Häuser dienen aber nicht mehr ihrem ursprünglichen Zweck!

Es war schon eine feine Gesellschaft die hier einst ganze Wohnungen mit samt ihrem Dienstpersonal in Anspruch nahmen. Teils waren die Patienten zu Entziehungskuren oder auch mit Nervenleiden jeder Art in den Kuranstalten.

Es gab Gesellschaftsräume, Billard- und Bibliothekzimmer, Musik- und Damensalon. Alle Räume hatten außer der Zentralheizung auch offene Marmorkamine für echtes Holz und Kohlenfeuer.
Es gab bereits viele Anwendungen die heute nicht mehr oder nur teilweise angeboten werden(der Kosten halber), so zum Beispiel Hydrotherapie, Massagen, Lichttherapie, Elektrotherapie und Beschäftigungstherapie.

Im Sanatorium wohnten einst drei der Ärzte und den Krankendienst besorgten Schwestern des ev. Diakonievereins sowie geschultes Pflege- und Badepersonal. Im Kurhaus und der Villa Sibylle wurden einst etwa 40 Patienten versorgt.

In den 1950ger Jahren wurde die Einrichtung zur Psychiatrischen und Nervenklinik der Freien Universität Berlin.

Nach einem Klinikneubau auf dem Gelände befindet sich in einigen Bereichen die CHARITÉ – UNIVERSITÄTSMEDIZIN BERLIN
CAMPUS BENJAMIN FRANKLIN
Klinik und Hochschulambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie.

Die alten Gebäude die noch erhalten sind könnten ja durchaus eine Visite wert sein bevor auch sie vielleicht einmal verschwinden…

(Fotos: Michael Zoll)

Erreichbar

U-Bahn Neu Westend

“Bonnies Ranch”

Bonnies Ranch

Die Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik wird von den echten Berlinern auch als Bonnies Ranch bezeichnet.
Wie nur unschwer zu erraten handelt es sich hier um ein psychiatrisches Krankenhaus in dem Berliner Ortsteil Wittenau.

Die Gebäude in teils pavillonartiger Architektur werden von einem ca. 50 Hektar großen bewaldeten Park umgeben.

Wie kam es nun zu dieser Einrichtung?

Die Versorgung Geisteskranker wurde einmal von der Charité und einigen anderen kleineren Heilanstalten vorgenommen. Da nun aber immer mehr Menschen psychisch Krank wurden führte das zu einer Überfüllung der Abteilungen so das die Stadt Berlin 1863 den Bau einer Irren-Pflegeanstalt für 1000 Patienten plante. Erst 1877 erfolgte der Baubeginn auf dem einst landwirtschaftlich genutzten Gut Dalldorf. Im Jahre 1880 wurde schließlich die Klinik am Rande der Stadt eröffnet.

Die Klinik hieß nun Städtische Irrenanstalt zu Dalldorf und verfügte über einen eigenen Friedhof, einer Kapelle, einer Küche, Werkstätten, einer Wäscherei, einer Gärtnerei uvm.
1881 begann man auch mit der „Erziehung“ von „geistig unterentwickelten Kindern“. Es wurde schon damals eine Arbeitstherapie in den Werkstätten der Anstalt durchgeführt, auch wurden Feste, Ausflüge und gelegentliche Beurlaubungen ermöglicht.

1934-1945 wurden Tausende von Patienten zu Opfern Nationalsozialistischer Verbrechen. Sie wurden Zwangssterilisiert, wurden mit Medikamenten vergiftet, verhungerten oder wurden in Gaskammern ermordet.

Auch diese Klinik platzte bald aus allen Nähten und wurde einige Male erweitert. Die in der Umgebung wohnenden Dalldorfer bekamen schnell zu spüren, das es nicht sonderlich günstig war als Wohnsitz Dalldorf angeben zu müssen, sie glaubten jeder würde sie für Insassen der Irrenanstalt halten. Nun kam es erst zu der Umbenennung in Wittenau.

Nach der Teilung Berlins waren die Wittenauer Heilstädten und eine kleinere Universitäts-Psychiatrie in Westend die einzigen Unterbringungsmöglichkeiten für die Versorgung psychisch Kranker.

In den 50er Jahren erhielten die Wittenauer Heilstätten den Nahmen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik , zu Ehren Karl Bonhoeffers, der als Psychiatrie-Professor an der Charité tätig war und 1948 verstorben ist. Auch wurde die forensische Psychiatrie als ein Teilgebiet der Psychiatrie auf dem Gelände installiert und es wurde ein geschlossenes Haus auch für kriminelle Patienten vor gehalten. Es kam immer wieder mal zu erfolgreichen Ausbrüchen und die Sicherheit wurde in Frage gestellt.

Inzwischen gehört die Karl-Bonhoeffer-Klinik zum Humboldt-Klinikum.

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Schlosspark-Schloss Charlottenburg

 

Schlosspark Charlottenburg

Gerne möchte ich den interessierten Leser zu einem kleinen Spaziergang durch den Schlosspark einladen. Der Einfachheit halber beginnen wir am Eingang Spandauerdamm, ist gar nicht zu übersehen weil dort das Schloss Charlottenburg steht.

Das ist nicht wieder irgend so ein Park, es ist der wohl älteste in Berlin, er wurde 1697 als erster Barockgarten nach französischem Muster in Deutschland, angelegt.

Beginnen wir links vom Schloss und betreten den Park auf Höhe des Museums für Vor- und Frühgeschichte.

Nun rechts hinter dem Schloss entlang und den ersten kleineren Weg nach links oben, dort stoßen wir nach wenigen Minuten auf das von Büschen und Bäumen umgebene Mausoleum. Das einem dorischen Tempel nachempfundene Gebäude wurde zu Ehren von Königin Luise erbaut. Neben der Königin fanden hier auch König Wilhelm III., Prinz Albrecht, Kaiser Wilhelm I. und seine Frau Kaiserin Augusta,ihre letzte Ruhe.

Nun weiter des Weges durch die Parkanlage vorbei an kleineren und größeren Seen und riesigen Wiesen, auf denen man zum Teil auch liegen oder Ball spielen darf, in das hintere Drittel des Parks. Wir laufen über eine kleine Brücke, gehen weiter in Richtung eines Spielplatzes der gut besucht ist, mehr nach rechts jetzt weiter durch den herrlichen Park in Richtung Spree, die den Park zu einer Seite abgrenzt. 

Jetzt fällt einem ein helles Gebäude am Ende einer Rasenfläche und nur etwa 10 Meter vom Spreeufer entfernt auf, das Belvedere, ursprünglich als Aussichtsturm erbaut befindet sich heute eine Sammlung Berliner Porzellans in ihm.

Parallel zur Spree weiter durch den Schlosspark an einem größeren See entlang in Richtung einer barocken Gartenanlage in deren Mitte sich ein achteckiger Brunnen befindet. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf das Schloss Charlottenburg, auf die Rückseite des Schlosses natürlich.

Beim wandeln durch diese Gartenanlage fällt einem links am Ende zwischen Schloss und Spree Der Neue Pavillon ins Auge, eines der vielen Schinkel Bauwerke 1824 von ihm erdacht. Einst wohnte der preußische König Friedrich Wilhelm III. im Rahmen seiner zweiten Ehe hier, heute sind in seinem inneren zahlreiche Gemälde und Statuen untergebracht.

In der Orangerie befindet sich ein Restaurant in dem man sich nach dem Spaziergang bei Kaffee und Kuchen wieder regenerieren kann.

Es gibt natürlich noch viel mehr kleinere Wege und romantische, versteckt liegende Plätze in diesem Park, wer es möchte wird sie selbst entdecken, von mir kein Wort.

Ein von mir sehr empfehlenswerter Ausflug

Erreichbarkeit

Spanndauer Damm S-Bahn bis Neu Westend U-Bahn bis Richard-Wagner-Platz Bus: 145,21

Schleuse Charlottenburg

Die Schleuse Charlottenburg ist eine weitere Schleuse der Spree im Berliner Stadtteil Charlottenburg. Sie verbindet den höheren Wasserspiegel zwischen der Mühlendammschleuse und der Staustufe Charlottenburg, dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal und dem Westhafen.

Bereits im Jahr 1885 wurde die erste Staustufe der Spree in Charlottenburg erbaut. Inzwischen besteht ein Neubau und die heutige Doppelschleuse ist im Stande große Güterschiffe mit einer Länge bis zu 110 m und einer Breite bis zu 11,40 m sowie Schubverbände zu bedienen.

Die Inbetriebnahme der neuen Schleuse erfolgte 2003 und nun können die Schiffe vom westeuropäischen Wasserstraßennetz kommend den Berliner Westhafen erreichen. Wartestellen für Sportboote sind in den Vorhäfen.

Die Gesamtlänge der Schleuse einschließlich der Vorhäfen beträgt 1585,00 m, die Schleuse selber ist 152,5 m lang. Die nutzbare Kammer beträgt 115,00 m L. x 12,50 m B. Die Wassertiefe beträgt bei Unterwasser 4,00 m und die Dauer eines Schleusenganges wird mit 15 Minuten veranschlagt.

An der Nordseite der Schleuse wurden Geh-und Radwege, vom Nonnendamm bis zur Mörschbrücke und am Südufer der Spree vom Schlosspark Charlottenburg bis zur Rohrdammbrücke, angelegt.

Ist für den interessierten Ausflügler mit Sicherheit einen Abstecher wert, zumal auch hier eine Kombination mit dem Besuch des nahe gelegenen Schlosspark Charlottenburg und dem Volkspark Jungfernheide möglich ist.

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Zoo Aquarium Berlin

Zoo Aquarium Berlin

In der Nähe eines in der Stadt bekannten Fischrestaurants ist das Aquarium gelegen.

Eingang vom Zoo

Wieder einmal eine Superlative in Berlin, es ist nämlich das bedeutendste Schauaquarium Deutschlands und auch noch eines der Artenreichsten überhaupt.

Dennoch ist es „nur“ ein Nachfolger des legendären Berliner Aquariums Unter den Linden.
1913 wurde es an seinem heutigen Standort in der Budapester Straße als Aquarium des Zoologischen Gartens zu Berlin fertig gestellt.


Riffhai

Viel hat sich seither im inneren des Gebäudes verändert, es wurde auf das gründlichste saniert und die ausladenden Schaubecken befinden sich auf dem heutigen Stand der Technik.
Auf drei Etagen können hier Aquarianer und Terraianer, aber natürlich auch jeder andere interessierte Besucher, die Unterwasserwelt besichtigen.


Echse

Ihr werdet von Terrarien und Aquarien mit über 9000 Lebewesen und fast 800 Arten erwartet.
Ein für viele Besucher besonderer Höhepunkt stellt wohl die Krokodilhalle sowie ein begehbares Gehege dar.

In einem Großaquarium könnt ihr dem Schwarzspitzen-Riffhai einen Besuch abstatten oder die Rochen und Makrelen anschauen.
In den Terrarien erwarten euch niedliche Leguane und possierliche Brückenechsen.

Im Hause befindet sich eine Cafeteria in der man sich Erfrischen oder eine Kleinigkeit zu sich nehmen kann.


Quallen

Ich meine allerdings nicht, dass man den Besuch des Aquariums gleich mit dem des Zoologischen Gartens kombinieren sollte. Besonders könnte es Eltern in Begleitung ihrer Kinder leicht überfordern. Es ist einfach zu viel auf einmal!
Allerdings spart man bei einem Kombiticket erheblich (ca.5€)

Geöffnet
ist täglich von 9-18 Uhr

Zu erreichen
Mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln die bis Bahnhof Zoologischer Garten fahren

Zoo Aquarium Berlin