Alter Jüdischer Friedhof in der „Große Hamburger Straße“

Hier befindet sich der älteste Begräbnisplatz der Jüdischen Gemeinde zu Berlin.

Er wurde von 1672 bis 1827 benutzt und 1943 auf Befehl der Gestapo zerstört, nachdem bereits 1942 das erste Altenheim in unmittelbarer Nachbarschaft, in ein Sammellager für jüdische Bürger umgewandelt wurde.

Große Hamburger Straße 26

Nächste Haltestelle:

S-Bahnhof Hackescher Markt

 Website   

Denkmal für Homosexualität

Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen“ oder auch „Denkmal für Homosexualität“, alle möglichen Bezeichnungen werden auch für dieses Denkmal benutzt.

Das Denkmal wurde von dem dänisch-norwegischen Künstlerduo Elmgreen und Dragset entworfen und ist ein 3,60 Meter hoher und 1,90 Meter breiter Betonquader.

Die Gedenkstätte befindet sich am Rande des Berliner Tiergarten in der Ebertstraße gegenüber des Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Eingeweiht wurde es im Mai 2008 und es soll an die von den Nazis verfolgten Homosexuellen erinnern.Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden Tausende Menschen nach §175 verurteilt und in Konzentrationslagern umgebracht.

Unter Zustimmung aller im Bundestag vertretenen Parteien wurde der Errichtung des Denkmals zugestimmt. Zur Eröffnung wurde das Denkmal durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, der Öffentlichkeit übergeben.

Ein kleiner Weg führt von der Ebertstraße direkt zu der grauen Betonstehle, man kann durch ein winziges Fensterchen in das „Innere“ gucken und Videosequenzen zu der Thematik sehen. Das war nicht unumstritten und führte zu einigen Diskussionen zwischen Politik und Historikern sowie den Interessengruppen. Man konnte sich scheinbar einigen und hat wohl beschlossen das eine „Expertenjury“ alle zwei Jahre über das zu wechselnde Video abstimmt.

Auch dieses Denkmal wird öfter mutwillig beschädigt und man sah darin sogleich einen Beleg für die steigende Gewaltbereitschaft gegen Homosexuelle…

Einen Abstecher zu diesem Ort kann man vorzüglich mit dem Besuch weiterer Sehenswürdigkeiten in der Umgebung verbinden:

Goethe Denkmal im Tiergarten

Brandenburger Tor

Potsdamer Platz

Reichstagsgebäude

In den Großen Tiergarten

u.v.m.

Invalidenfriedhof

Invalidenfriedhof

Der Invalidenfriedhof ist eigentlich eine Gedenkstätte mit einigen historischen Grabstätten. Es ist einer der ältesten Friedhöfe in Berlin und soll an die deutschen Befreiungskriege der Jahre 1813 bis 1815 erinnern.

Zu DDR-Zeiten verlief ein Teil der Berliner Mauer durch den Friedhof, dadurch und durch die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, sind nur etwa 200 Gräber erhalten. Zwischen den Grabfeldern G und H sind Reste der Berliner Hinterlandmauer zu sehen, auf Schautafeln findet man Infos.

Um die Restaurierung der Anlage und Grabstätten bemüht sich ein Förderverein.

Das Gelände befindet sich am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal und wird auch von Berliner Ausflüglern als Erholungsstätte frequentiert, dazu bietet sich auch die Nutzung des „Berliner Mauerwegs“ an.

Der Invalidenfriedhof befindet sich nur wenige Minuten vom Berliner Hauptbahnhof in Berlin Mitte und nahe des Bundeswirtschaftsministeriums in der Scharnhorststraße, 10115 Berlin.

 FOTOS/Diashow

Gedenkstätte Plötzensee

Heute war ich nach über 40 Jahren wieder einmal in der Gedenkstätte Plötzensee. Ich glaube das ich damals mit der Schulklasse dort war und heute das war eher zufällig. Ich war eigentlich unterwegs zum Westhafen und habe den kleinen Wegweiser oben am Satwinklerdamm/Seestraße entdeckt, also entschloss ich mich spontan zu dem Besuch der Gedenkstätte.

Etwas versteckt liegt sie dort auf dem Gelände der JVA-Plötzensee, ziemlich am Ende des Hüttigpfades. Man läuft etwa 5 Minuten entlang der vier Meter hohen Mauer der Haftanstalt und hinten links befindet sich der Eingang zur Gedenkstätte.

Es ist ein Ort der dem stillen Gedenken dient, ohne Führungen und Laugenbrezelverkäufern. Bei freiem Eintritt ist immer von 9-16 Uhr geöffnet.

Dieser Ort wurde zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 errichtet. In dieser Zeit wurden Tausende Menschen auf Grund der Urteile der NS-Justiz hingerichtet. In dem heutigem Gedenkraum fanden einst die Hinrichtungen statt, es ist ein Raum mit weiß getünchten Wänden und einigen schmalen Rundbogenfenstern die nur einen begrenzten Lichteintritt ermöglichen dennoch fand die Sonne heute ihren Weg in den Raum und verursachte einige Lichtkegel die diesem ehemaligen Hirnrichtungsraum etwas unwirkliches verliehen.

Vor der Fensterwand am Ende des Raumes befindet sich in etwa 3 Metern Höhe ein mächtiger Vierkantbalken der rechts und links seitlich in den Wänden eingelassen ist, an der unteren Balkenseite befinden sich 5 S-förmige Haken in Abständen von etwa 1 Meter, an denen wurden die Opfer nach den Unrechtsurteilen der NS-Richter, erhängt.

In einem weiterem Raum befinden sich Dokumente welche über die Praxis der NS-Zeit Auskunft geben. Normalerweise sind an einem EDV-Gerät die Daten der in Plötzensee ermordeten abrufbar, war aber heute defekt das Gerät.

Ich fand es für mich selbst völlig in Ordnung nochmals diesen Ort aufgesucht zu haben und dort auch im Gedenken an die Opfer verweilte.