Pack die Badehose ein…

Auch im Strandbad Wannsee hat die Saison begonnen…

Die Kalte Sophie hat glücklicherweise seit langem einmal nicht für kühle und frostige Wetterphänomene im Mai gesorgt.

Ein Wermutstropfen im See dürfte allerdings eher die Erhöhung der Eintrittspreise sein, es kostet nun 4,50 €.

Textauszug aus dem Song von Conny Froboess (1951)

„Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein
Und dann nischt wie raus nach Wannsee
Ja, wir radeln wie der Wind durch den Grunewald geschwind
Und dann sind wir bald am Wannsee
Hei, wir tummeln uns im Wasser wie die Fischlein, das ist fein
Und nur deine kleine Schwestern, nee, die traut sich nicht hinein
Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein
Denn um Acht müssen wir zuhause sein“

Einige Einzelheiten zum Strandbad Wannsee

Schlachtensee

Der heutige Sonntagsausflug führt uns zum Schlachtensee im Südwesten der Stadt. Am Rande des Grunewaldes im Stadtteil Steglitz – Zehlendorf  befindet sich der See, er gehört zu den Seen der Grunewaldseenkette.

Der Umfang beträgt ca. 5,5 KM und das Ufer wird sehr gerne als Jogging-Strecke genutzt, aber auch Spaziergänger und Hunde nutzen den Uferweg intensiv. Ein Hundeauslaufgebiet ist übrigens am Nordufer vorhanden. Für die Umrundung kann man etwa 1Stunde veranschlagen, vorausgesetzt man läuft in normaler Gangart.

Durch die Waldlage sowie die gute Wasserqualität wird hier natürlich auch gebadet. Wer lieber mit einem Boot über den See fahren möchte findet an der Ostseite des Sees einen Bootsverleih. Angler können im Schlachtensee sowie im Nachbarsee Krumme Lanke gut an die 15 Fischarten vorfinden.

Das Stadtviertel welches den See umgibt ist nach dem See benannt und beide gehören seit 1920 zu Berlin.

Man erreicht Schlachtensee gut mit der S-Bahn, läuft vom Bahnhof durch den „Paul-Ernst Park“ der sich bis an den See hinunter erstreckt.

Der Uferweg ist in einem guten

Zustand, im See haben heute so ca. 6-8 Menschen gebadet (bei 8° C Luft) Hunde mochten nicht rein.

Der Lietzenseepark

Der Lietzenseepark liegt im Berliner Ortsteil Charlottenburg-Wilmersdorf. Wieder ein Park mit See mitten in der Stadt und auch noch in einer eiszeitlichen Rinne, die zur Grundwaldseenkette gehört.

Der Lietzensee wurde durch den Bau der Neuen Kantstraße(1904) in zwei Teile geteilt aber sie stehen miteinander durch eine 1956 angelegte Unterführung  in Verbindung, über den See führt die Lietzenseebrücke.

 

Der Eingangsbereich an der Dernburgstraße ist mit einer Wasserkaskade und Staudenbewuchs versehen.

        

Der Park an sich erstreckt sich am West-und Nordufer des Sees und wurde 1920 vollendet. Auf einer Uferpromenade kann man den See umrunden.

  

Ausladende Rasenflächen, Liegewiesen, Kinderspielplätze und ein im Park gelegenes Kaffee laden zum Verweilen ein. Schatten spendet im Sommer der alte Baumbestand bestehend aus Pappeln, Trauerweiden, Ahornen und Robinien nebst Birken.

  

Der 10 ha große Park hat mehrere Zugänge,die vom Kaiserdamm und der Neuen Kantstraße dürften die bekanntesten sein.

                        

Unmittelbar am Park befinden sich unter anderen auch Alt Berliner Mehrfamilienhäuser, eine Kirche sowie ein Hotel.

Ich bevorzuge meist den Zugang vom Kaiserdamm und mache gerne einen Spaziergang um den See wenn ich Zeit und Lust dazu habe.

  

Adresse:

Lietzensee

14057 Berlin

Zu erreichen mit der U-Bahn (U-Bhf Kaiserdamm)

S-Bahn (S-Bhf Messe Nord/ICC)

Schlosspark-Schloss Charlottenburg

 

Schlosspark Charlottenburg

Gerne möchte ich den interessierten Leser zu einem kleinen Spaziergang durch den Schlosspark einladen. Der Einfachheit halber beginnen wir am Eingang Spandauerdamm, ist gar nicht zu übersehen weil dort das Schloss Charlottenburg steht.

Das ist nicht wieder irgend so ein Park, es ist der wohl älteste in Berlin, er wurde 1697 als erster Barockgarten nach französischem Muster in Deutschland, angelegt.

Beginnen wir links vom Schloss und betreten den Park auf Höhe des Museums für Vor- und Frühgeschichte.

Nun rechts hinter dem Schloss entlang und den ersten kleineren Weg nach links oben, dort stoßen wir nach wenigen Minuten auf das von Büschen und Bäumen umgebene Mausoleum. Das einem dorischen Tempel nachempfundene Gebäude wurde zu Ehren von Königin Luise erbaut. Neben der Königin fanden hier auch König Wilhelm III., Prinz Albrecht, Kaiser Wilhelm I. und seine Frau Kaiserin Augusta,ihre letzte Ruhe.

Nun weiter des Weges durch die Parkanlage vorbei an kleineren und größeren Seen und riesigen Wiesen, auf denen man zum Teil auch liegen oder Ball spielen darf, in das hintere Drittel des Parks. Wir laufen über eine kleine Brücke, gehen weiter in Richtung eines Spielplatzes der gut besucht ist, mehr nach rechts jetzt weiter durch den herrlichen Park in Richtung Spree, die den Park zu einer Seite abgrenzt. 

Jetzt fällt einem ein helles Gebäude am Ende einer Rasenfläche und nur etwa 10 Meter vom Spreeufer entfernt auf, das Belvedere, ursprünglich als Aussichtsturm erbaut befindet sich heute eine Sammlung Berliner Porzellans in ihm.

Parallel zur Spree weiter durch den Schlosspark an einem größeren See entlang in Richtung einer barocken Gartenanlage in deren Mitte sich ein achteckiger Brunnen befindet. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf das Schloss Charlottenburg, auf die Rückseite des Schlosses natürlich.

Beim wandeln durch diese Gartenanlage fällt einem links am Ende zwischen Schloss und Spree Der Neue Pavillon ins Auge, eines der vielen Schinkel Bauwerke 1824 von ihm erdacht. Einst wohnte der preußische König Friedrich Wilhelm III. im Rahmen seiner zweiten Ehe hier, heute sind in seinem inneren zahlreiche Gemälde und Statuen untergebracht.

In der Orangerie befindet sich ein Restaurant in dem man sich nach dem Spaziergang bei Kaffee und Kuchen wieder regenerieren kann.

Es gibt natürlich noch viel mehr kleinere Wege und romantische, versteckt liegende Plätze in diesem Park, wer es möchte wird sie selbst entdecken, von mir kein Wort.

Ein von mir sehr empfehlenswerter Ausflug

Erreichbarkeit

Spanndauer Damm S-Bahn bis Neu Westend U-Bahn bis Richard-Wagner-Platz Bus: 145,21

Insel Eiswerder

Eiswerder ist eine Insel in der Havel, unweit der Zitadelle Spandau. Nur durch zwei Brücken ist sie mit dem Festland verbunden, die Kleine Eiswerderbrücke östlich und mit dem Westufer durch die Große Eiswerderbrücke.

 

Seit 1826 hatte das Militär ein Feuerwerkslaboratorium errichtet und im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Insel Eiswerder durch Rüstungsfabriken zu einem bedeutenden Militärstandort.

Nach dem Zweiten Weltkrieg dienten die vorhandenen Hallen und Flächen auf der Insel als Lagerungsort für Getreide des weiteren wurden Tanklager errichtet. Bis 1990 wurden auch hier Senatsreserven gelagert um Berlin im Blockadefall versorgen zu können.

Es siedelten sich verschiedene Bootsclubs an und später etablierten sich auch Restaurants und Fernsehstudios. 1950 gründete hier in unmittelbarer Nähe Atze Brauner in den Räumen der Versuchsanstalt für chemische Kampfstoffe in Haselhorst die CCC für seine Filmproduktionen, weitere Hallen wurden zusätzlich erbaut und das Gelände wurde eines der modernsten Filmstudios Europas. Aber das ist Vergangenheit, heute sind die Gebäude verfallen und beeindrucken mit morbidem Charme.

Die Zukunft der Insel Eiswerder steht noch in den Sternen, Wohnungsbau in Richtung Wasserstadt Spandau und Medien-und Eventstandort sind zwei der angedachten recht gegensätzlichen Nutzungsmöglichkeiten und könnten noch für Konfliktpotenzial sorgen. Aber das könnte noch einige Zeit dauern und die Spandauer können so einstweilen die Insel für ihre Sportboote und Wohnmobile nutzen. Auch sind einige Künstler vor Ort und ein Uferweg ermöglicht das Umrunden der Insel mit einem wunderschönen Blick auf die Havel.

 

Ist mit Sicherheit mal einen Abstecher wert!

 

Diashow

 

 

Blockhaus Nikolskoe

Beim “Blockhaus Nikolskoe” handelt es sich um eine historische Gaststätte.

          Seit 1819 befindet sie sich in der schönen und ebenso grünen Umgebung mit einem herrlichen Ausblick auf die Havel und die schräg gegenüberliegende Pfaueninsel.

 

Das Restaurant wird auch von vielen Hochzeits- und Tauf- Gesellschaften reserviert, die in der in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Ev. Kirche St. Peter und Paul entweder ihr Ja-Wort gaben oder sogar bereits den Nachwuchs über das Taufbecken hielten.

Aber auch nach einem Ausflug in der Umgebung ist es ein gutes Ziel um sich bei Speis und Trank zu regenerieren.

Die Speisekarte ist recht vielseitig und man hat die Wahl zwischen regionalen Gerichten und kräftiger Hausmannskost sowie Fischgerichten oder auch kalten Gerichten.

Ich habe bei meinem letzten Besuch Zanderfilet an Rahmblattspinat,

Zitronenbutter und Petersilienkartoffeln zu mir genommen und war zufrieden mit der Zubereitung und dem Service. Meine Begleitung trank noch einen trockenen Riesling und alle waren zufrieden.

          

Im laufe der Jahre erlebte ich leichte Schwankungen bezüglich Service und Küche, wobei ich das alles noch im Rahmen des Möglichen  einstufe.

Die Anreise ist auf recht mannigfaltige Art möglich.

Mit dem Dampfer bis Station Pfaueninsel und von dort etwa 12 Minuten Fußweg in Richtung St. Peter und Paul.

Mit der S-Bahn bis Bahnhof Wannsee und weiter mit dem Bus

Oder mit dem PKW, Parkraum ist direkt vor dem Restaurant.

          

Die Preise sind durchaus in Ordnung und das Blockhaus an sich ist ja schon eine Sehenswürdigkeit und durchaus einen Ausflug wert.

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Strandbad Wannsee

… einige Zeilen über das Strandbad Berlin Wannsee. Wie heißt es doch so schön in einem alten Schlager?
“Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein….”

In Ermangelung meiner kleinen Schwester habe ich das größte Binnenseebad in Europa also nur mit Badehose und ohne Schwester aufgesucht. Es war auch gleichzeitig mein erster Besuch nach den bis 2007 erfolgten Sanierungsarbeiten.
Erreichbar ist das Bad mit Bus und Bahn, das mit dem Bus(112) ist aber ziemlich neu, er fährt nämlich nur vom S-Bahnhof Nikolassee bis zum Strandbad Wannsee und das in den 10 Minutentakten.
Die Strecke von etwa 1200 Metern hat der Bus in 5 Minuten zurückgelegt. Toll, als ich nämlich am S-Bahnhof ankam, dachte ich einfach nicht an den neu eingerichteten Bus und ging zu Fuß. Das zog sich aber mächtig, gewaltig in die Länge und ich lief sicher gefühlte 3 Km. Man überquert die Avus und passiert die Spinnerbrücke um letztendlich auf einem Waldweg entlang des Wannseebadweges
nach 10 bis 15 Minuten das Bad zu erreichen. Wer mit einem PKW oder Bus erscheint, findet eine begrenzte Parkfläche vor.

Das ganze kostet allerdings so richtig Geld, da wären einmal 4,20 € für die Fahrkarte fällig, weiter mit 4 € für die Berliner Bäder-Betriebe um in das Bad gelassen zu werden. Das sind schon 8,20 € pro Person ohne Essen und Trinken, ganz zu schweigen von dem Nutzungsentgelt für einen Strandkorb. Es gibt natürlich auch einige Kioske in denen Eis, Pommes und Getränke Pfeilgeboten werden. Das auch nicht gerade zu Diskontpreisen. Noch ein Tipp: Ab 17:30 h ist Spätbaden für nur 2,00 € Eintritt möglich! Geöffnet ist ja bis 19:00 h und am Wochenende bis 20:00 h.

Die Atmosphäre ist natürlich einzigartig, wie überall in Berlin. Sandstrand und Anlage stehen übrigens unter Denkmalschutz. Das Bad wurde bereits 1930 mit all seinen Garderobenräumen, Duschanlagen sowie Verkaufsflächen und einem ca.1400 Meter langen und 80 Meter breiten Strand angelegt. Wer will, kann auch einen der reichlich vorhandenen Strandkörbe mieten und von ihm aus einen herrlichen Blick über den Wannsee genießen, fast wie am Ostseestrand.
Aber auch an Sonnenterrassen und Sportflächen fehlt es nicht, Gastronomie ist ebenfalls vorhanden. Auch eine Rutschanlage und ein Spielplatz zählen zu Ausstattung, des Weiteren ist ein abgetrennter FKK-Bereich sowie Behinderten-Strand vorhanden. Das Bad wird auch von vielen Berlin-Touristen besucht die für ein gewisses internationales Flair sorgen.
Es gibt wohl auch einige Veranstaltungen die im Strandbad und auf dem Wannsee stattfinden, aber darüber wurde bereits sachkundig in Beiträgen anderer Autoren hingewiesen.

Die Architekten Richard Ermisch und Martin Wagner haben um 1930 die Gebäude und Anlagen entworfen. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde hier eher illegal gebadet und es gab auch Probleme bezüglich der Geschlechtertrennung und Kleiderordnung. Das alles ist heute vorzüglich in der Haus -und Badeordnung geregelt die jeder Gast mit dem Erwerb einer Eintrittskarte akzeptiert. Jeder erscheint korrekt bekleidet und die Geschlechter werden auch nicht mehr getrennt.

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