Siemensstadt

Walter Gropius war auch einmal in Siemensstadt.

Einige Wohnblocks des Bauhausgründers Walter Gropius werden zu den modernen Mietwohnungsbauten Deutschlands gezählt.

Stimmt, die meist klaren und einfachen Formen sind schon bestechend. Andere Blocks am Anfang des Jungfernheidewegs fallen eher durch ihre Rundungen und Dachaufbauten auf die einen durchaus an die Aufbauten eines großen Passagierschiffs erinnern können.

Viele der Gebäude verfügten auch über große Dachgärten und Balkone, an den Gartenseiten befinden sich verglaste Loggien. Ein eigenes Heizwerk und eine riesige Wäscherei waren noch in den 50ziger Jahren in Betrieb. Alle Wohnungen in den damals noch weißen Blocks waren zentral geheizt und Warm Wasser wurde auch vom Heizwerk geliefert.

Die Wohnungen selbst haben teilweise einen sehr eigenartigen Grundriss, so findet man Zimmer mit einer runden Wand oder auch in eine der Ecken spitz zulaufend. Das schreit nach Maßmöbeln. Zum Teil hat so eine Wohnung WC und Bad zwar getrennt, aber das Bad besteht im original nur aus einem kleinen Raum von etwa 4 bis 5 Qm und ist nur mit einer freistehenden Badewanne ausgestattet. Das WC hat etwa 4 Qm und beinhaltet eine Kloschüssel sowie ein Miniaturwaschbecken. Viele der Wohnungen verfügen über 2 Miniatur-Dielen von ca.3 qm Größe, auch nicht der Hit.

Ich glaube auch dass diese Bauten für die 30ziger Jahre sicher mehr als fortschrittlich waren, aber vier Jahrzehnte später waren sie nur noch eingeschränkt zu nutzen.

Aber Siemensstadt ist kein Bauhaus-Museum weil da nun in etwa 4 Straßenzügen Blocks von Gropius stehen (Großsiedlung Siemensstadt). Siemensstadt war schon vorher da und Siemens auch, dort arbeitete nämlich ein Großteil der Einwohner. Die wohnten in den restlichen Straßenzügen in Mehr- und Einfamilienhäuser der Siemensstadt. Auch Siemens ließ durch eine eigene Baufirma und Wohnungsbaugesellschaft viele Wohnungen errichten.

Deutsch: Gebäudezeile (Mäckeritzstraße 6-14) v...

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In Nähe des Rohrdamms, Richtung Saatwinkler Damm wurden in den Dreiziger Jahren bereits kleinere Reihenhäuser für Arbeiter errichtet, ähnlich der Hufeisensiedlung in Britz.

Dank Siemens war Siemensstadt auch einmal mit der S-Bahn (Siemensbahn) zu erreichen. Aber sie wurde still gelegt und die U-Bahn soll sie ersetzen. Nun Gut, am Anfang war da Siemens, dann die Werkssiedlungen für die Beschäftigten, später fand auch privater Wohnungsbau statt und der Ort war von guter Wohnqualität mit entsprechender Infrastruktur.

Ich habe dort meine Kindheit und Jugend verbracht und könnte sicher noch so manches berichten, aber das könnte leicht den Rahmen sprengen und vor allen auch die Geduld der sich hoffentlich einfindenden Leser! 


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Bahnhof Friedrichstraße

The outside of the Tränenpalast or "Palac...

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Vom Durchgangs-zum Kopfbahnhof und zurück…

Durch die Teilung der Stadt im August 1961 wurde der Bahnhof Friedrichstraße zu einem Kopfbahnhof. Aber als wäre das nicht schon genug, wurde er obendrein auch noch zu einem Grenzübergang für die Menschen aus beiden Teilen der Stadt und natürlich auch für jeden anderen Reisenden. Das Gebäude für die Grenzabfertigung ist noch heute erhalten und auf Grund vielen, teils häufige tränenreichen Abschiede, trägt er den Nahmen „Tränenpalast“.

Für einige Berliner gab es eher wenig Grund zur Traurigkeit oder besser gesagt suchten sie Trost durch den Besuch der Intershops in denen sie die Möglichkeit hatten vor allem zollfreie Zigaretten und Spirituosen günstigst einzukaufen. Es gab aber auch Kosmetika, Kunstgewerbe, Bücher, Schallplatten und Bekleidung gegen Westgeld. Die Zollfahndung machte Kontrollen in Zivil in den Bahnen und der Zugriff erfolgte immer erst unmittelbar nach Verlassen des Bahnhofs da sie auf dem Hoheitsgebiet der DDR nicht aktiv werden durften.

Die erste Eröffnung des Bahnhofs erfolgte im Februar 1882 und es wurden immer wieder Umbauten in den folgenden Jahren vorgenommen. Der anwachsende Verkehr machte es erforderlich neben der Stadtbahn auch für die Fernbahn zwei Bahnsteige zur Verfügung zu stellen.

      

Seit 1923 ist auch der U-Bahnhof fertig und etwa 5 Jahre später wurde aus den Vorortbahnen die Berliner S-Bahn.

Das Denkmal “Züge in das Leben – Züge in den Tod: 1938-1939″ auf dem Dorothea-Schlegel-Platz am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin-Mitte.

In den 1990er Jahren erfolgte eine umfassende Sanierung die mit ca. 220 Mio. DM zu Buche schlug. Die Investitionen erfolgten durch die Deutsche Bahn und es langte auch noch die Fassaden mit glasierten Terrakottasteinen zu verklinkern. Es entstanden viele Geschäfte, Tunnel und Aufzüge wurden ebenfalls geschaffen.

Die RE-Züge fahren den Bahnhof wieder seit 1999 an (Bahnsteig A/B). Die Bahnsteighallen haben ein neues Gesicht erhalten, die DDR-Bauelemente sind alle wieder entfernt, keiner will mehr eine zwischen beiden Bahnsteighallen eingezogene stählerne Sichtschutzwand oder eine grau-grüne Wandverkleidung (die beiden von der DDR bevorzugten Farben).

Ich habe nie eine Beziehung zu diesem Bahnhof gehabt, erinnere ich doch nur an die negativen Geschehnisse welche während meiner Kindheit und Jugend dort stattfanden. Aber sicher wird das dem Bauwerk so nicht gerecht und so war ich doch noch einige male dort in der letzten Zeit um mir einen völlig unverblendeten Überblick zu verschaffen.

Kann ich insbesondere jedem Berliner nur raten…


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Rosenkranz-Basilika in Berlin-Steglitz

Die Rosenkranz-Basilika in Berlin-Steglitz

Der Grundstein für diese Kirche wurde 1899 gelegt und bereits 1900 konnte in ihr die erste Predigt gehalten werden. Wer mitgerechnet hat, wird sicher bemerkt haben, dass dies über 110 Jahre her ist.

Ich habe es erst heute geschafft, diese Basilika in unmittelbarer Nähe der lebhaften Schlossstrasse, zu besuchen. Sobald man die Kirche betritt vergisst man auch schon den geschäftigen Betrieb der nahen Einkaufsstrasse.


  

Die Architektur ist wohl der Spätromantik zuzuordnen und ist einem in der Berliner Umgebung vertraut. Der turmartige Bau ist an seiner höchsten Stelle 40 m hoch, die Wandfläche ist mit Rundbogenfenstern versehen. Die Fassade der Basilika ist aus rotem Backstein mit starken Fugen.

Im Innenraum bezieht die Kirche ihr Licht aus 16 Rundbogenfenstern, insbesondere die Seitenapsiden und Nebenräume befinden sich in einem Dämmerlicht. Der Altarraum ist mit Säulen versehen, die Arkaden tragen einen Bogen. Die kleineren Fenster des Apsisraums sind mit Glasmalerei versehen und lassen nur spärliches Licht durch. Im Kircheninneren findet man eine reichhaltige malerische Gestaltung byzantinischen Charakters vor.

Die Glocken der Kirche mussten im Ersten Weltkrieg zur Waffenherstellung abgeliefert werden und erst 1925 konnte wieder ein neues Geläut aufgehängt werden. Doch schon 17 Jahre später (1942) mussten auch diese Glocken im Zweiten Weltkrieg zum einschmelzen abgeliefert werden.

Seit 1975 wurde von der gleichen Firma erneut ein Bronzegeläut fertig gestellt. Die neuen Glocken der Rosenkranz-Basilika verrichten noch heute ihre Aufgabe.


1950 wurde die Kirche von Papst Pius XII. zur „Basilica Minor“ erhoben und 1964 wird die Kirche schließlich unter Denkmalschutz gestellt. Die alte doch sehr mitgenommene Orgel kann erst 1966 durch eine neue von den Gebr. Stockmann erbaute Orgel ersetzt werden. Über 300 Pfeifen werden mit 42 Registern bespielt.


  

 
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Moltkebrücke

Bundeskanzleramt

Bundeskanzleramt Berlin

Die rote Sandsteinbrücke führt im Ortsteil Tiergarten über die Spree. Sie ist eine Brücke mit einer tragenden Stahlkonstruktion und ruht auf Pfeilern aus Stein. Auch verbindet sie die Willy-Brandt-Straße mit Alt Moabit und am Anfang der Brücke wird man auf der linken Seite das Bundeskanzleramt sehen. Der Bus M85 fährt über die Brücke um Reisende zum Hauptbahnhof zu befördern, der nur wenige hundert Meter rechts hinter der Brücke auftaucht. Die nach Helmut von Moltke benannte Brücke ist reichhaltig mit Bild-und Skulpturen geschmückt. Errichtet wurde sie bereits 1891 und nach ihrer Beschädigung im Zweiten Weltkrieg konnte sie bereits 1947 wieder in Betrieb genommen werden (im Jahr meiner Geburt). Ende der 1960er Jahre wurde tatsächlich ein Abriss der Brücke wegen dem geplanten Ausbau der Stadtautobahn geplant. Aber man änderte die Verkehrsplanung und so konnte ein Bauwerk mehr vor der „Abriss-Manie“ bewahrt werden.

In späteren Jahren wurde das Bauwerk gründlichst restauriert und modernisiert. Bei den Arbeiten wurde in einem der Brückenpfeiler ein 1898 eingemauerter Urkundenkasten entdeckt. Inhaltlich wurde in allen Einzelheiten über Planung, Kosten, Arbeiten und Bau der Brücke Auskunft gegeben. Die acht Schmuckskulpturen auf den Brückenbarlustladen, die sich an Bronzelaternen befinden wurden von Karl Begas geschaffen. Jeweils drei Kinder in römischer Soldatenkleidung und auch noch schwer bewaffnet, befinden sich an den Laternenschäften.

Die Kandelaber wurden übrigens um 1890 in der Kunstgießerei Lauchhammer hergestellt, ein Ort in der Niederlausitz nahe Senftenberg. Die Nutzung der Brücke dient dem Straßenverkehr und den Fußgängern. Oben befindet sich die Willy-Brandt-Straße, unten die Spree. Sie verbindet die Ortsteile Tiergarten und Moabit, hat eine Länge von 78 m und Breite von 26 m. Bei einem Besuch des Hauptbahnhofs oder des Regierungsviertels sollte man sich schon einmal etwas Zeit für diese Brücke und ihre Skulpturen und den Laternenschmuck nehmen. Den Porträtkopf von Moltke findet ihr im mittleren Brückenbogen. Moltkebrücke 10557 Berlin

Rodeln in der Stadt

 

Ski und Rodel gut in Berlin


Hier nur ein kleines Angebot an Rodelmöglichkeiten in der Stadt.

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  • Volkspark Friedrichshain Am Friedrichshain, 10249 Berlin

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  • Volkspark Mariendorf Mariendorfer Damm 115, 12109 Berlin                         .

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  • Insulaner Munsterdamm 90, 12169 Berlin                                    

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  • Freizeitpark Lübars 13469 Lübars, Alte Fasanerie                      

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Rodelberg in Siemensstadt

Rieppelstraße im Wilhelm-von-Siemens-Park, 13629 Berlin

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