Parochial Kirchhof

Der Parochial Kirchhof

befindet sich eigentlich mitten in Berlin, in der historischen Mitte nahe der mittelalterlichen Stadtmauer, von der aber nur noch Reste zu finden sind.

Vor über 300 Jahren wurde der Grundstein zur Errichtung des Begräbnisplatzes und der Evangelischen Parochialkirche gelegt. Durch die ihn umgebenden Straßen und Gebäude war der Kirchhof räumlich recht begrenzt. Aber es wurden immerhin 5.000 Begräbnisse sowie etwa 250 Beisetzungen in den unterirdischen Gruftanlagen nachgewiesen. Auf den Gruftanlagen wurden zum Teil Erdbegräbnisse vorgenommen und Kapellenbauten errichtet.

 

Geprägt wird das Erscheinungsbild des Kirchhofs auch oder insbesondere durch die zahlreichen gusseisernen Kreuze des 19. Jahrhunderts.

1854 wurde der Kirchhof behördlich geschlossen, dennoch fanden einige Bestattungen auf reservierten Grabstellen statt.

Anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin fanden verschiedene Wiederherstellungs-und Instandsetzungsarbeiten statt. Umfangreiche Restaurierungsarbeiten fanden 2005 auch an dem aufwendig gestalteten Innenraum des Mausoleums statt.

Mitten in Berlin ist dieses denkmalgeschützte Ensemble Kirchhof und Kirche wieder eine Einheit und dient nicht nur der kulturellen Erbauung sondern auch als Raum für Ruhe und Besinnung.

 DIASCHAU


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Hansaviertel

Hansaviertel-Berlin

Nachdem im Zweiten Weltkrieg fast alle Häuser des 1874 gegründeten Wohngebiets zerstört wurden, ist in den Jahren zwischen 1955 und 1960 das neue Südliche Hansaviertel entstanden.

Im Rahmen der Interbau wurde das Neubaugebiet als „Südliches Hansaviertel“ bezeichnet und danach endgültig nur noch Hansaviertel. Das alte Hansaviertel ist in Vergessenheit geraten.

In einem Wettbewerb von 1952 waren über 50 Architekten aus 13 Ländern eingeladen Entwürfe zur Bebauung einzureichen. Es waren unter anderen Alvar Aalto, Max Traut, Oscar Niemeyer, Arne Jacobsen, Egon Eiermann und Walter Gropius. Nach den Entwürfen dieser Herren wurden 35 Objekte realisiert. Es entstand eine Mischung aus Hoch-und Flachbauten um den Hansaplatz.

An eine Ladenpassage (hier hatte Bubi Scholz eine Parfümerie), 2 Kirchen und ein Kino wurde auch gedacht. In dem Kino befindet sich schon längst das Grips-Theater und seit 1961 gibt es die Hansa-Bibliothek und die U-Bahn hat eröffnet, nur eine Station zum Bahnhof Zoo oder in der anderen Richtung zur Turmstraße.

Das Hansaviertel gehörte einst zum Bezirk Tiergarten, den gibt es ja nun nicht mehr und es ist nun Moabit-Mitte. Die Lage ist irgendwie optimal, zwischen Spree und Tiergarten und auch der Englische Garten ist vor der Tür, nur wenige Minuten zur Siegessäule und zum Zoo.

Außer der U-Bahn sind auch noch zwei S-Bahn Stationen vorhanden, der S-Bahnhof Tiergarten und der Bahnhof Bellevue.

de: Der Tiergarten in Berlin mit der Siegessäu...

de: Der Tiergarten in Berlin mit der Siegessäule in der Mitte, dahiner Südliches Hansaviertel, Spree und Moabit en: Berlin-Tiergarten park with the 'victory column' in the middle, followed by Südliches Hansaviertel, Spree and Moabit (Photo credit: Wikipedia)

Es lohnt mal sich das Viertel anzusehen, obgleich einige Leute meinen das es sehr an die „Platte“ erinnere…Ich hätte immer gerne dort gewohnt, auch heute noch, Platte hin, Platte her!

DIASHOW


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Nikolaiviertel

Die Großstadt vergisst man hier schnell…

Das Nikolaiviertel habe ich nicht auf den ersten Blick entdeckt.
Es hat sich ein wenig hinter den Mühlendamm, die Spandauer Straße und die Rathausstraße zurückgezogen. Zu einer Seite befindet sich auch noch die Spree, die für eine zusätzliche Attraktivität des Viertels sorgt.

Ich hab mich mal wieder bei einem Passanten nach dem Weg erkundigt, der mich auch sogleich in Schlepptau nahm um mir den Weg zu seinem Viertel zu zeigen.
Es war ein schöner Anblick für mich die kleinen schmalen Gassen und die liebevoll erhaltenen Gebäude zu sehen die alle von der Nikolaikirche überragt wurden.

  

Viele kleine und recht spezielle Geschäfte bieten ihre Ware an, von der Puppenstube über das Kugel Ei bis hin zu Souvenirs & Gifts. Auch kann man nicht über einen Mangel an Restaurants klagen, auch mit Biergarten natürlich.

Da habe ich mir gerne richtig Zeit genommen, um mir auch ja jede Ecke anzusehen. 
Das Nikolaiviertel ist eine kleine Miniaturwelt für sich und das im wahrsten Sinne des Wortes, mitten in Berlin. Die Großstadt vergisst man aber sehr schnell in den Gassen und Gaststätten des Viertels.

Innerhalb Berlins gibt es meines Wissens nur noch die Altstadt Spandaus, die eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Nikolaiviertel aufzuweisen hat, aber auch nur eine gewisse

Erreichbarkeit
Zu erreichen ist diese Sehenswürdigkeit mit S und U-Bahn bis Alexander Platz und 10 Minuten laufen.

Die Kosten setzen sich aus dem Fahrgeld und einem möglichen Gaststättenbesuch zusammen.
Fahrgeld 4,20 €. Essen, hausgemacht bereits ab ca. 7 € .

Das Nikolaiviertel würde ich auf jeden Fall mit seinen Museen, Geschäften, Gaststätten und einigen alten Bürgerhäusern, als einzigartig bezeichnen.

Will man z.B. das Zille Museum oder das Hanf Museum aufsuchen, so wird man so leicht nichts Vergleichbares finden. Ganz zu schweigen vom prächtigen Ephraim-Palais oder dem Knoblauchhaus und der Nikolaikirche, der ältesten Pfarrkirche Berlins.


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Theater im Nikolaiviertel

So ein Theater…

 

Im Nikolaiviertel ist auch Theater in Form eines musikalisch-szenischen Spaziergangs durch Berlin zu Zille Zeiten.

 

Das Darsteller-Duo schlüpft mit allerlei Requisiten in die Rollen Berliner Gestalten voller Humor und Lebenslust. Alles wird auch besungen, so auch beispielsweise die Laubenpieper.

Mit Gassenhauern, Chansons und Polka werden einzelne Schicksale und Gemütsverfassungen erfasst.

Das Theater ist zu Gast in der Gedenkbibliothek gleich hinter der Nikolaikirche.

In den Pausen oder auch ansonsten bietet sich für das leibliche Wohl die Kaffeestube im Nikolaiviertel an.

Zu erreichen:

S-und U-Bahn Alexanderplatz, Bus 143 und 148 sowie TXL bis Nikolaiviertel.

Parken am Mühlendamm, Parkhaus Rathauspassage.

Abendkasse im Theater ab 18:00h


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Schloßbrücke

Berlin (Berlin-Mitte), Stadtschloss after 1853

Image via Wikipedia


Die Schloßbrücke, Unter den Linden in Berlin Mitte


Durch den Bau der Schloßbrücke wurde es möglich die Straße unter den
Linden vom Berliner Stadtschloss bis zum Brandenburger Tor
durchgängig zu passieren. 

Ich mache mir diesen Umstand zu Nutze in dem ich  das mehrmals im Jahr
praktiziere. Natürlich ist mir klar, dass es kein Stadtschloss mehr
gibt aber wie sagt man doch so schön, „der Weg ist mein Ziel“…
Das war eine gute Idee für die sich Schinkel da vor über 150 Jahren
vehement einsetzte.


Jedes Mal wenn ich die Brücke passiere, wird mein Weg von jungen Helden
und den Siegesgöttinnen
Nike,
Iris und Athena gesäumt.


 Zwischen den Säulen in den Hauptfeldern befinden sich gusseiserne Geländer
in denen einige Lebewesen des Elementes Wasser dargestellt werden. Es
handelt sich hier um Delphine, Seepferdchen und
 Wassergötter
mit menschlichen Leibern und Fischschwänzen.

Erstaunlicherweise
wurde die Schloßbrücke im zweiten Weltkrieg nur leicht beschädigt
und die Figuren wurden bereits 1943 in das westliche Stadtgebiet
verbracht.

 Die Brücke lag nach dem Krieg im Sowjetischen Sektor Berlins und dem
späteren Machtbereich der DDR. Natürlich wurde sie erst einmal
umbenannt und hieß nun erst einmal für viele Jahrzehnte
Marx-Engels-Brücke.

Erst
im Oktober 1991, bekam das Bauwerk
den
Namen

Schloßbrücke
zurück.

Die
einzelnen Skulpturen deren Bezeichnungen unterschiedlich
wiedergegeben werden, sind nicht des do Trotz allemal eine Visite
wert. Die dreibogige Brücke überquert übrigens die Spree und
verbindet auch den Friedrichswerder mit der Spreeinsel.  

Aber eigentlich wird fast jeder Berlin-Besucher der zwischen Alex und
Brandenburger Tor unterwegs ist diese Brücke benutzen und nicht
versuchen das andere Ufer schwimmend zu erreichen.


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Historischer Hafen Berlin

Berlin hat natürlich auch einen Museumshafen, wie Hamburg, Lübeck und Co.

Noch vor 1940 galt Berlin schließlich als größter Binnenhafen Deutschlands und man hatte auch eine recht lange Tradition bezüglich Schifffahrt. Wurde doch die Stadt ursprünglich auch vom Wasser aus erbaut und 1871 war es bereits Hauptstadt des Deutschen Reichs. Irgendwann in der folgenden Zeit führte Berlin auch „Spree-Athen“ als Beiname.

Willi Kollo würdigte diesen Umstand sogar in seinem Lied „Lieber Leierkastenmann“:

Lieber Leierkastenmann,

fang noch mal von vorne an,

von dem schönen Spree-Athen,

wo sojar de Blinden sehn.“

Warum erzähle ich das nun alles?

Weil der Historische Hafen oder Museumshafen Berlin an der Fischerinsel, genauer der Straße Märkisches Ufer liegt und das alles am Ufer der Spree nur wenige Minuten vom Nikolaiviertel.

In dem besagten Hafen liegen Schlepper, Fahrgastschiffe, der Dampfeisbrecher „Anna“, Fähren sowie Tonnenleger und Barkassen.

Neben der Ausstellung finden auch Veranstaltungen statt, so beispielsweise Winter ade – Wir dampfen an“ Flottenparade zum Saison -auftakt vom Historischen Hafen Berlin rund um die Müggelberge, Hafenfest im Historischen Hafen Berlin und Schifferfest im Historischen Hafen Berlin.


Auf dem Ausstellungskahn Renata-Angelika finden Ausstellungen, Versammlungen und Feste statt, eine Hafenbar befindet sich auch an Bord des 100 Jahre alten Kahns.
Der Historische Hafen Berlin ist Mitglied im Verband Deutscher Museumshäfen und die wiederum haben sich den Erhalt und Erwerb von historischen Schiffen auf die Flagge geschrieben.

Adresse:


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Märkisches Ufer
Anlegestelle Fischerinsel

10778  Berlin

zum Stadtplan

Telefon: 030 213 80 41
Internet: www.hhberlin.de
Öffnungszeiten: Mai bis Oktober: Di-Fr 14-18 Uhr, Sa-So und an Feiertagen 11-18 Uhr
Eintrittspreise: 2,- Euro, ermäßigt 1,- Euro