Die Alte Stadtmauer am Kolk

Die Alte Stadtmauer am Kolk befindet sich im Berliner Ortsteil Spandau.

Kolk ehemals Behnitz ist das älteste Siedlungsgebiet innerhalb der Spandauer Altstadt.

Im Kolk fühlt man sich teilweise in das 14. Jahrhundert zurück versetzt, das nicht nur wegen einem Teil der alten Stadtmauer Am hohen Steinweg, die auch den Rest eines Wiekhauses aufweist.

 

Die Alte Stadtmauer am Hoher Steinweg 7, wird auf der Rückseite vom Mühlengraben umgeben. Zu den sehenswerten Häusern zählt unter anderen auch ein um 1750 erbautes Wirtshaus, ihr Name Alte Kolkschenke in der Straße Kolk.

 

  

Sehenswert ist auch die St. Marien Kirche am Behnitz 9, die wohl zweitälteste Kirche Berlins (1848).

Ganz in der Nähe befindet sich auch die Schleuse Spandau und wenige Meter weiter die Zitadelle Spandau. Alles überaus sehenswerte Orte.

Kolk

13597 Berlin

Siemensstadt

Walter Gropius war auch einmal in Siemensstadt.

Einige Wohnblocks des Bauhausgründers Walter Gropius werden zu den modernen Mietwohnungsbauten Deutschlands gezählt.

Stimmt, die meist klaren und einfachen Formen sind schon bestechend. Andere Blocks am Anfang des Jungfernheidewegs fallen eher durch ihre Rundungen und Dachaufbauten auf die einen durchaus an die Aufbauten eines großen Passagierschiffs erinnern können.

Viele der Gebäude verfügten auch über große Dachgärten und Balkone, an den Gartenseiten befinden sich verglaste Loggien. Ein eigenes Heizwerk und eine riesige Wäscherei waren noch in den 50ziger Jahren in Betrieb. Alle Wohnungen in den damals noch weißen Blocks waren zentral geheizt und Warm Wasser wurde auch vom Heizwerk geliefert.

Die Wohnungen selbst haben teilweise einen sehr eigenartigen Grundriss, so findet man Zimmer mit einer runden Wand oder auch in eine der Ecken spitz zulaufend. Das schreit nach Maßmöbeln. Zum Teil hat so eine Wohnung WC und Bad zwar getrennt, aber das Bad besteht im original nur aus einem kleinen Raum von etwa 4 bis 5 Qm und ist nur mit einer freistehenden Badewanne ausgestattet. Das WC hat etwa 4 Qm und beinhaltet eine Kloschüssel sowie ein Miniaturwaschbecken. Viele der Wohnungen verfügen über 2 Miniatur-Dielen von ca.3 qm Größe, auch nicht der Hit.

Ich glaube auch dass diese Bauten für die 30ziger Jahre sicher mehr als fortschrittlich waren, aber vier Jahrzehnte später waren sie nur noch eingeschränkt zu nutzen.

Aber Siemensstadt ist kein Bauhaus-Museum weil da nun in etwa 4 Straßenzügen Blocks von Gropius stehen (Großsiedlung Siemensstadt). Siemensstadt war schon vorher da und Siemens auch, dort arbeitete nämlich ein Großteil der Einwohner. Die wohnten in den restlichen Straßenzügen in Mehr- und Einfamilienhäuser der Siemensstadt. Auch Siemens ließ durch eine eigene Baufirma und Wohnungsbaugesellschaft viele Wohnungen errichten.

Deutsch: Gebäudezeile (Mäckeritzstraße 6-14) v...

Image via Wikipedia

In Nähe des Rohrdamms, Richtung Saatwinkler Damm wurden in den Dreiziger Jahren bereits kleinere Reihenhäuser für Arbeiter errichtet, ähnlich der Hufeisensiedlung in Britz.

Dank Siemens war Siemensstadt auch einmal mit der S-Bahn (Siemensbahn) zu erreichen. Aber sie wurde still gelegt und die U-Bahn soll sie ersetzen. Nun Gut, am Anfang war da Siemens, dann die Werkssiedlungen für die Beschäftigten, später fand auch privater Wohnungsbau statt und der Ort war von guter Wohnqualität mit entsprechender Infrastruktur.

Ich habe dort meine Kindheit und Jugend verbracht und könnte sicher noch so manches berichten, aber das könnte leicht den Rahmen sprengen und vor allen auch die Geduld der sich hoffentlich einfindenden Leser! 

Spandau Altstadt

Die Altstadt Spandaus ist als Ausflugsziel nicht zu vernachlässigen.

Es handelt sich hier um einige Straßenzüge und Plätze welche der Altstadt zu zurechnen sind.
Am Rathaus Spandau beginnend endet sie am Juliusturm, besser gesagt am Kolk. Rechts und links eingegrenzt durch die Breite Straße und den Altstädter Ring.
Ein Teil der Altstadt wurde zur Fußgängerzone umgewandelt, natürlich nicht wegen der schönen alten Gebäude sondern vielmehr wegen der vielen Geschäfte und Kaufhäuser die auch nicht gerade 800 Jahre alt sind wie Spandau selbst. Es herrscht immer ein reger Betrieb in der Einkaufsmeile und Umgebung, auch nach Geschäftsschluss ist die Gegend nicht “tot” sondern durch die vorhandenen Restaurants und Wohnungen ist auch nach 20:00 h noch Leben in der Altstadt.

An der Ritterstraße/Kirchgasse befindet sich die St .Nicolaikirche an der einmal der Ursprung des ältesten und wie ich meine, auch des schönsten Weihnachtsmarkt Berlins war. Inzwischen erstreckt er sich durch die komplette Altstadt im Dezember jedes Jahres und soll einer der größten in Europa sein. Wir Berliner hatten es ja schon immer gerne etwas größer in unserem “Weltstadtwahn”.

Mein Lieblingsviertel in der Altstadt ist Kolk über die Straße Am Juliusturm zu erreichen.
Kolk liegt am Havelkanal nahe einer Schleuse. Im Zentrum dieses Viertels befindet sich die St. Marienkirche, die älteste Marienkirche der Stadt. Dort finden auch öfter div. Musikveranstaltungen statt. Viele sehr alte Häuser säumen die mit Kopfstein gepflasterten, engen Straßen. Geschäfte existieren hier leider nicht mehr und die letzte alte Gaststätte ist auch geschlossen worden. Aber einige der alten Häuser sind sehr schön in Stand gesetzt und verkauft oder vermietet worden.

Überquert man den Havelkanal auf der Juliusturmbrücke so kommt man zu der in unmittelbarer Nähe gelegenen Zitadelle. Auch ein kultureller und historischer Höhepunkt der Stadt über den aber gesondert zu berichten wäre.

Am Schluss sei noch erwähnt, das Spandau nur über 4 Brücken zu erreichen ist, von Berlin aus gesehen. Will man einen Spandauer ärgern so braucht man nur einen möglichen Verlust der Brücken anzudeuten.

Die Altstadt Spandau ist mit U und S-Bahn gut zu erreichen. Zu fahren bis S- Bhf. Spandau oder U-Bhf. Spandau oder Altstadt Spandau. Von den Bahnhöfen aus fällt man fast schon in die Altstadt.

Der Besuch der Altstadt kostet keinen Eintritt, Zitadelle aber ja. Es gibt viele Restaurants und Kaffees in der Altstadt die einen gerne innerhalb eines normalen Preissegmentes bewirten.

 

Für uns Berliner ist der Besuch sicher eine besondere Bereicherung und sagt uns einiges über den Ursprung Spandaus. Für Touristen ist es sicher in Verbindung mit einem Besuch der Zitadelle ein lohnendes Ausflugsziel nur ca. 25 bis 30 Minuten von Berlin entfernt.

Bahnhof Berlin-Spandau

Schräg gegenüber dem Rathaus befindet sich der Bahnhof Spandau, der „Neue“ wurde vor einigen Jahren (1998)vor allem auch für die Anbindung Spandaus an den Regional und Fernreiseverkehr fertig gestellt. Nun hält dort außer der S-Bahn also beispielsweise auch der ICE von und nach Hamburg. Schon toll für die Spandauer, da sie ja sonst erst bis zum Hauptbahnhof Moabit fahren müssten (auch ziemlich neu). Aber dadurch dass die Einwohner Spandaus nicht erst nach Berlin rein müssen, sie nennen das „in die Stadt fahren“, sparen sie erheblich Reisezeit.

Der Spandauer Bahnhof hat vier Regional und Fernverkehrsgleise sowie 2 S-Bahngleise. Das ist in etwa so viel wie unser alter Bahnhof Zoologischer Garten hat.

Der Bahnhof an sich ist zumindest Tags über hell und freundlich, das Nächten sind die Bahnsteige in merkwürdig diffuses Licht gehüllt.

Im Gegensatz zu unserem Hauptbahnhof Moabit wird hier der immerhin auch über 400 Meter lange Bahnsteig vollständig durch ein Glasdach geschützt.

Die Eingangshalle wirkt recht gemütlich da sie nicht gerade über proportioniert ist. Bei der Ausstattung mit Geschäften und Gaststädten konnte man sich auf das nötigste beschränken da an der Bahnhofsrückseite nur wenige Meter entfernt, ein großes Einkaufszentrum ist (Spandauer Arkaden).

Obgleich eine zusätzliche Trasse errichtet werden musste, kam es doch nie zum Bau der Magnetschwebebahn Berlin-Hamburg.

Der Spandauer Bahnhof ist übrigens der längste Hallenbahnhof Deutschlands.

    

Zu erreichen ist er vorzüglich mit S-Bahnlinie 9 und 75
sowie der U-Bahn U7


Bus M32, M37, M45, X33, 130, 134, 135, 136,
236, 237, 337, 638, 639, 671

Bis Rathaus Spandau Bzw. S-Bahnhof Spandau

Eine empfehlenswerte Einrichtung für Spandauer und auch für die angrenzenden Bezirke.